Herbstgold für den Segler

La-Pirogue-Etap23-140927-03Die ganze Woche über kündigten die Vorhersagen schon ein schönes Herbstwochenende an. Ich gab erstmal nicht viel drauf, denn wie oft war es schon, dass sich kurz vor dem ersehnten Wochenende das Wetter wieder schlagartig gewandelt hat. Es war diesmal nicht so. Die Vorhersagen blieben gut und von den ganzen Wetterapps hatte ich mich gar nicht beeinflussen lassen.

Die Fahrt an den Bodensee begann erstmal im Nebel. Nichts Untypisches für unsere Gegend. Wir waren guter Hoffnung. Je näher wir an den Bodensee kamen, desto lichter wurde der Nebel. Und siehe da, auf einen Schlag war der Nebel weg und die Sonne glänzte am Herbsthimmel.

Am Bodensee angekommen machten wir also wieder die „La Pirogue“ startklar uns slippten sie ins‘ Wasser. Der Start war etwas mühsam. Drehende Winde bei 1kn Fahrt. Innerhalb 500m ca. 5 “Wenden“ gefahren. Aber ich will mich mal nicht beschweren, denn schließlich zählt dieser Tag zu einen der schönsten und sonnigsten Tagen der ganzen Segelsaison. Wir genossen also die Sonne mit den diversen Segel-Seitenwechseln bis dann die ersten Boote unter Land Höhe Uhldingen davon schossen. Ein schöner Nord-Ost Wind setzte sich durch und ein Traum-Herbst-Segeltag sollte es werden. Unter der großen Genua und Groß pflügte unsere „La Pirouge“ durch das kühle Bodensee-Wasser. Mal schräg, mal noch schräger, wie mein Kleinster jetzt sagen würde. In diversen Böen war ich kurz davor auf die Fock umzustellen denn die Böen drückten dann doch mit guten 4bf auf die Segel. Ich beschloss sie dann doch mit der Genua eher auszusegeln als weg zu nehmen. Es schien nicht noch mehr zu werden.

Diese Kombination aus Sonne und genialem Nord-Ost Wind ist das Herbstgold für den Käpt’n.

Wir konnten nicht genug davon bekommen. Letztlich trieb uns aber doch der Hunger in den Hafen.

Am Sonntag dann lies sich die Sonne ordentlich Zeit. Länger als am Samstag aber sie kam dennoch wieder zum Vorschein. Und schwups waren wir wieder auf dem Wasser. Leider lies nicht nur die Sonne, sondern auch der Wind auf sich warten. Damit es nicht zu spät wurde für unsere Heimfahrt, wir sind ja dann doch 2h unterwegs, beschlossen wir mit dem Motor voranzukommen. Dann kam es wie es kommen sollte…..kurz vor dem Hafen setzte noch ein wenig Wind ein. Für uns leider zu spät. Aber dennoch trübt das nicht das Wochenende. Das schöne Wetter trumpft alles. Vor der Heimfahrt verabschiedete uns der Bodensee dann noch mit einem schönen Sonnenuntergang.

Es war ein traumhafter Saisonabschluss.

Vermutlich war es der letzte Törn für diese Saison. Eventuell können wir kommenden Freitag und Samstag nochmal kurz auf das Wasser raus.

Wir hoffen es!